2020 ein Jahr, eine Mission, ein Harz 2020

Touren

2020, wird besonders was die Touren betrifft. Es gibt die ein oder andere Überraschung und ein großes Projekt ;-)

Orte

2020, werden wir auch weiter nach den schönsten Orten suchen die noch nicht jeder gesehen hat, aber sehen sollte.

Menschen

2020, werde auch sie mich wieder begleiten. Meine Familie & Freunde. Die Motivation und Leidenschaft.



Elbingerode / Rübeland
Region: Unterharz Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt
Schwierigkeit: Stufe 2 von 5
17,3km / 100 Höhen / 3:35 Std. Zeit in Bewegung
Datum: 21.03.2020
 
Geplant war alles ein wenig anders an diesem Tag. Für Normal war einen Tour von Hartenberg über Windenchaussee geplant die noch 2 weiter Stempel beinhaltet hätte. Nur wegen der Sperrung der Windenchaussee ( Grund Holzfällarbeiten ) mussten wir ein wenig umplanen. Also starteten wir unsere Tour von Elbingerode am Bleichenkopf unterhalb des Galgenbergs der eigentlich nicht mit auf dem Plan stand. Wir gingen also erst zum Galgenberg von dem man einen tollen Blick auf den Oberharz hat. Wie dem Namen des Berges, Galgenberg, bereits zu entnehmen ist, handelt es sich hierbei um die Richtstätte der früheren Stadt Elbingerode. Hier wurden auch schon Szenen eines internationalen Films gespielt ( Der Medicus ). Wir gingen dann weiter über den Weg rund um den Tagebau Mühlental Nord. Hier gibt es noch eine kleine Klippe auf der Wiese von der man einen guten Blick in den Tagebau hat. Von dort aus ging es weiter ins kalte Tal und hin zum Schmiedeberg. Von hier aus hat man einen schönen Blick zum Hohen Kleef auf der anderen Talseite von Rübeland. Von dort aus ging es dann weiter zur nächsten Stempelstelle dem Schornsteinberg. Hier war eigentlich eine größere Pause mit tollem Blick auf Rübeland geplant. Den tollen Blick und Sonne hatten wir auch, nur war der Wind so eisig das wir es nicht lange aushielten. Der Blick von dort auf Rübeland erinnert mich immer ein wenig an einen Ort aus dem Leben einer Modeleisenbahn. So hat man es sich als Kind immer vorgestellt. Nach dem auch hier mit Gummihandschuhen und Desinfektionsspray gestempelt wurde machten wir uns weiter auf den Weg zum Blauen See. Leider ist der Füllstand des für den Bergbau künstlich angelegten Sees momentan nicht wirklich hoch. So hatte er zwar einen schöne Farbe im Sonnenlicht aber das imposante fehlte ein wenig. Vom Bluen See aus ging es dann wieder über einen Wiesenweg entlang der anliegenden Bahnschienen und von dort auf das Verbindungsstück zum Elbingeröder Weg. Diesem folgten wir bis zum Abzweig Eggeröder Brunnen von dem aus man nochmal einen fantastischen Blick auf den Oberharz hat und zogen weiter in Richtung Eggeröder Brunnen. Von hier aus wollten wir eigentlich noch die Kaiserpfalz Bodfeld anlaufen was uns wegen der Wegsperrung und der Baumfällarbeiten an diesem Tag nicht möglich war. Also nahmen wir den Weg über die Zufahrt nach Eggeröde Brunnen ins Trecktal und Bogen am Hühnerbleek ab in Richtung Elbingerode wo wir über den Bleichenkopf zurück zum Startpunkt am Galgenberg kamen. Zwar lief die Tour nicht wie geplant, dennoch war es einen schöne Tour mit tollen Eindrücken.
 
Viel Spaß mit den Bildern und dem Bericht, ich freue mich auf eure Feedbacks.

Güntersberge - Friedrichshöhe

Region: Mittelgebirge Harz, oberes Selketal    /    Schwierigkeit: Stufe 2 von 5
Datum: 03.03.2020

16km / 180 Höhen / 3:30 Std. Zeit in Bewegung

HWN 055 Wüstung Selkefelde, HWN 172 Katzsohlteich + HWN Burgen & Schlösser, Güntersburg & Selkefelder Schanze

Endlich mal wieder auf Tour, so könnte und muss ich auch diesen Tourenbericht beginnen. Nach viel Arbeit und schlechtem Wetter wo man nicht wirklich Lust aufs Wander hat war es mal wieder soweit. Die Sehnsucht war groß und das Wetter gut, also ging es nach Güntersberge wo ich schon vor längerem eine Tour geplant hatte. Mit dabei war wie auch bei meiner ersten Tour 2020 mal wieder mein Vater was mich sehr freute. Wir startet unsere Tour nach ca. 1 Std. Anfahrt in der nähe des Brauteich in Güntersberge und nahmen Kurs über die Selke auf den Selketalstieg, der sich beim Eintreffen böse durchgewühlt von Waldfahrzeugen und matschig zeigt nach den reichlichen Regen der letzten Wochen. Dieser Anblick von umgepflügten Wanderwegen sollte uns dann auf dieser Tour noch öfters begegnen was dem schönen ein bisschen den Glanz nahm. Wir gingen ein kurzes Stück auf den Selkestieg und bogen dann ab zum Sangerblick Güntersberge an dem wir uns erst einmal vom Selkestieg verabschieden mussten. Es ging den Mühlenberg hinauf auf den Harzklub Weg 44 und damit auch auf dem Naturlehrpfad Güntersberge, diesen gingen wir dann entlang des Oberförster Hillger Weg zum Bodendenkmal Güntersburg. Die Burgruine Güntersburg war vermutlich eine befestigt Siedlung mit Burg. Nordwestlich war die Anlage durch einen Wall und einen 150 m langen Graben gesichert, dessen Ausmaße noch heute gut zu erkennen sind. Südöstlich ist die Anlage durch den steil ins Selketal abfallenden Hang begrenzt. Erstmals erwähnt wurde dieser Ort 1326 um 1600 galt er schon als wüste alte Hausstätte. Von dort aus wollten wir eigentlich den Weg südlich des Kohlberges zum Katzsohlteich nehmen, dieser war aber leider an diesem Tag wegen Baumfällarbeiten gesperrt. So ging es in einer Schleife wieder runter vom Kohlberg auf den Selkestieg zum Bergsee Güntersberge und von dort zum Katzsohlteich wo wir dann auch schon Stempel Nummer erreichten. Vom Katzsohlteich aus folgten wir nun dem Selkestieg bis zum Ellerteich um in dann ein kurzes Stück zu verlassen und bei Friedrichshöhe wieder zu begegnen. Wir kreuzten Friedrichshöhe und nahmen als nächstes Ziel die alte Stabkirche am Albrechtshaus ins Visier. Die 1905 erbaute Kirche ist der einzige erhalte Sakralbau in dieser Bauweise, sie wurde in den Jahren 1990 - 1993 und wir heute von einem zur Erhaltung der Kirche gepflegt. Eine gute Entscheidung. Von dort aus folgten wir mal wieder dem Selkestieg der an dieser Stelle böse umgewühlt und fst nicht zu begehen ist und verließen ihn am Abzweig zur Wüstung Selkefelde. An der Wüstung den heute dort eingerichtetn Rastplatz machten wir dann erst einmal bei Sonnenschein und 4 Grad eine kleine und verdiente Pause und trafen auch noch 2 Wanderkollegen die dort auch ihren Stempel in ihren Wanderpass machten. Doch was war hier eigentlich mal an der Wüstung Selkefelde? Die Ersterwähnung folgte 961, der Legende nach sollte es sich um einen Jagdhof von Karl dem großen handeln. Von König Otto dem 1 sten wurde der Ort nachweislich als Dorf beschrieben, im 14 Jahrhunder hatte der Ort sogar einen Pfarrer bis er im 15 Jahrhundert nicht mehr erwähnt wurde. Es ist also anzunehmen das der Ort schon vor dem 30 Jährigen Krieg Wüst war. 1885 bis 1887 ist von H. Brinkmann die Kirche des Ortes, die Selkirche, ausgegraben worden. Hohlwegspuren lassen offensichtlich den Anschluss an Fernverbindung über die Hohe Straße von Güntersberge nach Stiege erkennen.Nordöstlich entstand im Siebenjährigen Krieg die Selkenfelder Schanze. Diese Ausgrabungsstätte und die Selkefelder Schanze waren jetzt die nächsten beiden Orte an die uns unsrer weiter Weg führen sollte. Denn langsam wurde uns auch etwas kalt und wir brauchten wieder ein wenig Bewegung um uns aufzuwärmen. Wir schauten uns kurz die Ausgrabungsstätte der alten Kirche an und zogen dann durch die Gräben der Selkefelder Schanze auch Schwedenschanze genannt zur Hohen Straße. Die Schanze hatte ihre Einsatz im 7 Jährigen Krieg von 1756 - 1763 und wurde von Ortsansässigen zwangsrekrutierten Bauern angelegt. Die Redoute war für 2 bis 4 Geschütze ausgelegt und konnte die von Stiege kommende Heerstraße unter Feuer nehmen. Zur Wasserversorgung wurde der anliegende Franzosenbrunnen genutzt. Wir begaben uns von dort auf den wohl kaum noch genutzen Wanderweg Stiege - Allrode zur Quelle des Limbach auf den Wanderweg Güntersberge - Stiege der an einer Stelle nicht mehr vorhanden war und wir über einen Waldwiese auswichen um auf den Wanderweg Allrode - Güntersberge zu gelangen und von dort auf den Wanderweg Freidrichshöhe Bhf.Albrechtshof - Stieg der uns ins Tal des Limbachs und auf den Limbachtal Rundweg brachte über den wir dann wieder zurück nach Güntersberge und zum Ende der Tour kamen. Ich hoffe euch hat der Bericht und die Bilder wieder gefallen und ich bekommen einige Feedbacks von euch.


Okertal

Region: Mittlerer Nordharz         /      Schwierigkeit: Stufe 3 von 5
Datum: 16.01.2020

HWN 118 Kästehaus Oker & HWN 119 Hallesche Hütte

Vom Parkplatz Romkerhalle im Okertal startete ich meine Tour diesmal begleitet von meinem Vater. Oft kommt es ja nicht vor das ich unter der Woche begleitet werde, aber über diese Begleitung habe ich mich doch sehr gefreut. Wir gingen ins Tal der großen Romke und nahmen von dort den Jägerstieg am Südhang. Diesem folgten wir bis zum ersten Abzweig der uns dann über einen Pfad hoch zur Halleschen Hütte führte. Ein steiler aber gut zu gehender Anstieg der uns am seinem Ende mit für diesen Tag noch jungfräulichen Sonnenstrahlen an der Halleschen Hütte begrüßte, so das wir beschlossen auch hier nach nur wenigen aber anstrengenden Kilometern einen kleine Rast zu machen und den Moment zu genießen. Von der Halleschen Hütte aus hat man einen tollen Blick ins Tal der Oker und kann so manche Klippe oder Steinformation in diesem tollen Tal erspähen. Nach dem wir ein wenig verweilten ging es dann weiter auf den Großen Ahrendsberg der nochmal einen kleine Klippe auf dem Weg zum Abzweig Kniepweg versteckt. Am Kniepweg bogen wir dann auch ab und folgten diesem über den großen Steffenstalkopf dessen Gipfel auch ein versteckte ruhiges Örtchen auf dem Gipfel bietet bis zum Ringweg. Dem Rinweg ein Stück in Richtung Osten gefolgt nahmen wir dann den Rundweg um das Diabaswerk Huneberg über den kleinen Steffenstalkopf zur Schutzhütte Brockenblick, den wir an diesem Tag auch von seiner schönsten Seite hatten, mit ein wenig Indian Summer feeling. Nach dem etliche Fotos geschossen wurden ging es weiter nordostlich in Richtung Kötenweg dem wir von dort an auch mehrere Kilometer folgten über das Wegekreuz Steigerbleek bis hin zur Kästestraße. Hier war es nicht mehr weit bis zur nächsten schönen Aussicht und Pause, an der Kästestraße noch den Stempel der Harzer Wandernadel geholt und dann ging es hoch auf Huthberg mit der Kästeklippe oder im Volksmund "Alte vom Berge" genannte.
Quelle Harzlife.de: Der "Alte vom Berge" ist ein großer Granitkopf an den Kästeklippen. Unweit des Geländers sieht der erstaunte Wanderer das steinerne Gesicht eines alten Mannes mit etwas mürrischem Blick. Das linke Auge wird von der etwas zu groß geratenen Augenbraue halb verdeckt. So schaut der Alte vom Berge schon seit vielen Jahrtausenden hinab ins Okertal. Was er dort wohl sieht?
Die natürliche Entstehung dieser Steinfigur gilt als sicher. Dennoch gibt es Spekulationen über steinzeitliche Kulthandlungen im Umkreis dieser Steinfigur sowie deren angeblich künstliche Erschaffung.
Ein Kultplatz aus der Steinzeit wäre an diesem Ort jedenfalls gut denkbar. Es ist schließlich gut möglich, dass schon die Menschen in längst vergangenen Tagen vom Kopf des "Alten vom Berge" beeindruckt waren.
Wir auf jeden Fall genossen die Aussicht mit dem alten vom Berge nur mit heiterem Gesicht und genossen dabei unsere Pause in der Wintersonne. Schade nur das es das Kästehaus zur Einkehr hier oben nicht mehr gibt. Dafür bietet sich nun ein toller Brockenblick. Vom der Kästeklippe ging es nun weiter zur Hexenküche und zur Klippe Mönch & Nonne, und ihr merkt an diesen Namen schon wir befinden uns jetzt auf dem Märchenhaften und Sagenumwobenen Teil der Tour. Von nun an kommt man vorbei an Klippen, Felsformationen & Schluchten die begeistern mit Ausblicken und Abstrakten Gebilden. Von der Hexenküche ging es weiter zur Mausefalle, einem Riesenstein der allen Naturgesetzen trotz, und weiter auf die Feigenbaumklippe die mit einem Geländer gesichert ist und einen tollen Blick ins westliche Okertal bietet. Von dort aus führte uns dann ein Pfad zur Mosswand und auch wenn auf der Karte kein Weg mehr vorhanden war, war doch ein Rundweg ausgeschildert der uns weiter führte zum Großen Zieten, einer Felsformation die wie eine Sagenhaftes Tier ihren Hals liegend in die höhe streckt, und der entlangführende Pfad begeisterte auch, auch wenn dieser nicht immer leicht zu gehen war. Am Ende des Pfades angekommen ging es auf den Bergmannscher Weg und von diesem weiter auf den Schöppenstedter Weg der uns dann zum Einlauf des Romkerhall Wasserfalls brachte, wo allerdings zu dieser Zeit kein Wasser floss da es dort momentan arbeiten zur Sicherung des Steilhangs am Wasserfall gibt, er wurde also umgeleitet. Vom Wasserfall aus nahmen wir dann den direkten Abstieg herunter ins Tal der Oker womit wir nun auch am ende unserer Tour waren. Als Fazit bleibt diesmal nur zu sagen des, das Okertal wie immer fasziniert und mit Papa an der Seite noch einmal mehr Spaß machte. Schön das ihr wieder reingeschaut habt und ich hoffe ihr hattet viel Spaß mit den Bildern und dem Bericht.